Erfahrungsbericht Patrick aus Suzhou

Zwischen High-Tech, Natur und kleinen Lehr-Pannen

Patrick

Gastdozent im Chien-shiung Institute of Technology in Taicang
im Fachbereich Mechatronik

Aller Anfang ist China – Die Abreise
Ich muss zugeben: Vor der Reise war ich schon ein wenig skeptisch. Für mich war das ein doppelter Sprung ins kalte Wasser, denn es war sowohl mein erstes Mal in China als auch mein allererstes Mal als Lehrkraft. Warum ich mich trotzdem dazu entschieden habe? Ganz einfach: Ich wollte dieses faszinierende Land schon immer mal mit eigenen Augen sehen. Mit diesem Wunsch im Gepäck und einer gesunden Portion Vorfreude ging es los. Meine Erwartungen waren eigentlich ganz simpel: Ich wollte eine motivierte Klasse erleben, die fremde Kultur kennenlernen und vor allem nette Menschen treffen.

Unterwegs im Reich der Mitte

ein Lebensmittelpunkt vor Ort war das Chien-shiung Institute of Technology in Taicang. Von dort aus habe ich die Umgebung erkundet und unglaublich viel gesehen.

Natürlich stand Shanghai auf dem Plan – hier gibt es zwar auch schöne Parks, aber tagsüber eignet sich die Metropole meiner Erfahrung nach vor allem zum Essen und Shoppen. Bei Nacht ist die Stadt ebenfalls einen Ausblick wert. Wenn die Skyline beleuchtet ist und die Stadt in einem anderen Licht erscheint, wirkt das Ganze noch einmal ganz anders als am Tag und es macht Spaß, abends durch die Straßen zu laufen.

Auch das traditionellere Suzhou hat mich absolut begeistert. Ein echtes Highlight waren für mich generell die vielen wunderschönen Grünflächen der Region: Ich habe jede Menge Zeit in Parks verbracht. Besonders der Tianjinghu Park, der Nanyuan und der Yanshan Park haben es mir angetan und waren der perfekte Ausgleich zum Alltag.

Zwischen High-Tech, Natur und kleinen Lehr-Pannen

Das Leben und Arbeiten vor Ort ist eine ganz eigene, faszinierende Erfahrung. Auf der einen Seite ist die Infrastruktur extrem gut – egal ob Taxi, Bus oder Bahn, man kommt super schnell und unkompliziert überall hin. Auf der anderen Seite merkt man schnell die Kontraste, denn kaum verlässt man die städtischen Regionen, wird es sofort sehr ländlich.

Das Essen war einfach toll und jeden Tag ein neues Entdecker-Erlebnis. Man muss sich natürlich ein wenig umstellen, da die Küche vor Ort ganz anders ist als das, was man in Deutschland beim Asiaten bekommt. Es wird viel geteilt, es gibt eine riesige Auswahl an Zutaten und man probiert automatisch jeden Tag etwas Neues aus. Für mich war das ein fester und spannender Teil der Kultur.

Auch beim Arbeiten lief natürlich nicht immer alles wie am Schnürchen: Kleine Pannen beim Unterrichten – wie ein plötzlicher Stromausfall– gehören dort einfach dazu und man lernt schnell, improvisieren zu können.

Die wichtigste Lektion für den Alltag war jedoch: Ohne Handy und die passenden Apps ist man absolut aufgeschmissen. In China läuft digital einfach alles, vom Kommunizieren über Bezahlen bis zur Navigation.

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Mein Fazit: Was ich mitnehme

Ich hatte vor Ort eine echt gute Zeit. Das Unterrichten des Fachs Projektmanagement hat mir unfassbar viel Spaß gemacht – vor allem, weil die Studierenden und die Kollegen es mir leicht gemacht haben. Die Menschen in China sind mir als extrem freundlich und hilfsbereit begegnet, egal in welcher Situation.

Meine Empfehlung an dich

An alle, die noch vor der Entscheidung stehen oder sich gerade vorbereiten: Ich weiß, dass man im Vorfeld skeptisch sein kann – das ging mir ganz genauso. Aber lasst euch davon nicht bremsen! Ich würde diese Reise im Nachhinein jederzeit wieder machen. Bereitet euch gut vor (besonders, was eure Smartphone-Apps angeht!) und lasst euch einfach auf dieses großartige Abenteuer ein. Es lohnt sich!

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