Erfahrungsbericht Sven aus Qingdao, Hangzhou und Suzhou

Drei Städte, unzählige Erfahrungen.

Sven

3x Gastdozent an unterschiedlichen Standorten

Als ich mich für das Gastdozentenprogramm von pecunia & fortuna entschieden habe, wusste ich, dass mich eine spannende Zeit erwarten würde. Dass diese Reise jedoch meine Sicht auf das Lehren, auf China und auch auf mich selbst so nachhaltig verändern würde, hätte ich vorher nicht erwartet. Während meines Aufenthalts durfte ich an den Standorten Qingdao, Hangzhou und Suzhou unterrichten – drei Städte mit ganz eigenem Charakter, die jede auf ihre Weise unvergessliche Eindrücke hinterlassen haben.

Bereits in Qingdao wurde mir bewusst, wie groß das Interesse der Studierenden an Deutschland und an internationalem Austausch ist. Die Motivation in den Lehrveranstaltungen war beeindruckend. Die Studierenden beteiligten sich aktiv, stellten viele Fragen und wollten nicht nur fachliche Inhalte verstehen, sondern auch mehr über die deutsche Kultur, das Hochschulsystem und den Arbeitsalltag erfahren. Dadurch entwickelte sich schnell ein Unterricht, der weit über klassische Vorlesungen hinausging und von gegenseitigem Lernen geprägt war.

Hangzhou hat mich besonders durch die Verbindung von Tradition und Innovation fasziniert. Zwischen historischen Tempeln, dem berühmten West Lake und modernen Technologieunternehmen spürt man, wie dynamisch sich China entwickelt. Auch im Unterricht war diese Offenheit gegenüber neuen Ideen deutlich zu erkennen. Es machte großen Spaß, gemeinsam mit den Studierenden aktuelle wirtschaftliche Fragestellungen zu diskutieren und verschiedene Perspektiven auszutauschen. Gleichzeitig entstanden viele persönliche Gespräche, die meinen Aufenthalt besonders bereichert haben.

Suzhou, oft als eine der schönsten Städte Chinas bezeichnet, beeindruckte mich mit seinen klassischen Gärten, den Kanälen und der angenehmen Atmosphäre. Auch hier durfte ich engagierte Studierende kennenlernen, die mit großer Neugier und Offenheit am Unterricht teilnahmen. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir, wie herzlich ich sowohl von den Studierenden als auch von den Kolleginnen und Kollegen vor Ort aufgenommen wurde. Man fühlte sich von Beginn an willkommen und wurde in den Hochschulalltag integriert.

Neben der eigentlichen Lehrtätigkeit bot das Programm zahlreiche Möglichkeiten, China intensiv kennenzulernen. Ob gemeinsames Essen mit Studierenden, Ausflüge in die Innenstädte, lokale Märkte oder kulturelle Sehenswürdigkeiten – fast täglich ergaben sich neue Erlebnisse und Begegnungen. Gerade diese Momente außerhalb des Hörsaals haben mir geholfen, die chinesische Kultur besser zu verstehen und viele neue Bekanntschaften – und auch Freundschaften – zu schließen.

Besonders hervorheben möchte ich die Organisation durch pecunia & fortuna. Von der Vorbereitung über die Kommunikation bis hin zur Betreuung während des gesamten Aufenthalts fühlte ich mich jederzeit bestens unterstützt. Viele organisatorische Fragen wurden bereits im Vorfeld geklärt, sodass ich mich vollständig auf den Unterricht und die Erfahrungen vor Ort konzentrieren konnte.

Rückblickend war die Zeit in Qingdao, Hangzhou und Suzhou weit mehr als ein Lehraufenthalt. Sie war eine persönliche und fachliche Bereicherung, die meinen Horizont erweitert und mir gezeigt hat, wie wertvoll internationaler Wissens- und Kulturaustausch sein kann. Ich nehme nicht nur viele unvergessliche Erinnerungen mit nach Hause, sondern auch neue Perspektiven, wertvolle Kontakte und die Gewissheit, dass Lernen immer in beide Richtungen funktioniert.

Ich kann das Gastdozentenprogramm jedem empfehlen, der Freude daran hat, Wissen weiterzugeben, offen für neue Kulturen ist und eine außergewöhnliche Erfahrung machen möchte. Für mich war diese Zeit definitiv eines der prägendsten Erlebnisse der letzten Jahre.

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